Die Kies AG aus Bauma plant, in Tagelswangen während 26 Jahren eine Kiesgrube zu betreiben. Ihr Vorhaben, das auf Unterstützung des Kantons zählen darf, sorgt in der ansässigen Bevölkerung seit Jahren für Widerstand. Betroffene befürchten nebst einer Wertverminderung ihrer Grundstücke übermässige Lärm- und Staubbelastung und eine massive Zunahme des Schwerverkehrs durch Tagelswangen.
Kritikpunkte, die nun ihren Niederschlag auf die öffentliche Auflage des kantonalen Gestaltungsplans finden. Insgesamt 100 Einwendungen sind beim Amt für Raumentwicklung eingegangen, wie es bei der Baudirektion auf Anfrage heisst. Sie stammen vornehmlich aus Lindau, primär aus dem Ortsteil Tagelswangen.
Aktive Interessengemeinschaft
Ein Grossteil der Einwendungen dürfte dabei auf das Konto der Interessengemeinschaft « Kiesgrube-Nein » gehen. Der 2010 gegründete Verein hat sich die Bekämpfung der Kiesgrube zum Ziel gemacht und anlässlich der öffentlichen Auflage diverse Einwendungsmusterbriefe verfasst. Ihre Mitglieder brauchten diese nur noch zu personalisieren und einzureichen.
Wie Kommunikationsbeauftragter Andreas Dintheer bestätigt, hat auch die IG selbst ein Einwendungsschreiben verfasst. « Wie viele Einwendungen aus IG-nahen Kreisen eingegangen sind, ist schwierig abzuschätzen » , so Dintheer. An die 40 Einschreiben dürften es schon sein, schiebt er nach.

