Natürlich ist das alte Hutziker Spritzenhaus mit dem hohen Turm, in dem einst die Feuerwehrschläuche trockneten, nicht einzigartig. Aber einzigartig ist die Geschichte rund um das Gebäude, in welchem die zur Brandbekämpfung dienenden Gerätschaften aufbewahrt wurden. Nach Angaben der kantonalen Denkmalpflege Zürich wurde es im Jahre 1867 durch einen Zimmermeister Bosshard erbaut.
In der Abteilung Hochbau der Gemeinde Turbenthal findet sich zudem das Jahr 1890, jedoch ohne nähere Details. Gab es da vielleicht Veränderungen am Gebäude? Der historische Charakter brachte mit sich, dass der Gemeinderat 2014 eine rund 60‘000 Franken kostende Renovation bewilligte, wie man damals den Zeitungen hatte entnehmen können.
«Es brennt, Hutzikon rennt»
Das im kommunalen Inventar als schützenswert aufgenommene Gebäude ist nach wie vor im Gemeindebesitz und wird von drei Mietern genutzt. Derzeit ist es aufgrund der Bauarbeiten an der Sonnenbergstrasse ziemlich in Bedrängnis. Denn da entstehen knapp 20 Eigentumswohnungen.
Das Feuerwehrhaus ist ein Relikt der 1803 gegründeten Zivilgemeinde Hutzikon, wie der Turbenthaler Chronik zu entnehmen ist. Diese Gemeinde wurde 1930 aufgelöst, das Feuerwehrhaus aber blieb, ebenso der Namen Hutziker Feuerwehr. Diese hat eine eigene Fahne: «Es brennt, Hutzikon rennt» steht darauf.

