Wechsel in der Chefredaktion
Der Verwaltungsrat und Chefredaktor Christian Brändli sind übereingekommen, dass die Redaktionsleitung in neue, jüngere Hände übergeben werden soll.
Er wird aber weiterhin als Autor für unsere Medien tätig sein. Grund für den Wechsel sind unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige digitale Ausrichtung und deren Organisation.
Christian Brändli hat eine 32 Jahre lange Karriere bei der Zürcher Oberland Medien AG hinter sich. Eingestiegen ist er als Redaktor für das damalige Alleinressort «Zürcher Oberland». Bald darauf baute er eine ZO-Redaktion in Uster auf.
Nach der Fusion dieser Aussenstelle mit dem hinzugekauften «Anzeiger von Uster» hatte er dort zwölf Jahre lang die dortige Redaktionsleitung inne und rückte in die Gesamtredaktionsleitung auf. 2008 kehrte er, mittlerweile stellvertretender Chefredaktor, auf die Hauptredaktion in Wetzikon zurück als Chef des Blattmacherteams. Damit war er verantwortlich für die Inhalte der Tageszeitungen.
Herzblut für Qualitätsjournalismus
Gekrönt hat er seine Karriere 2015 mit der Position als Chefredaktor, wo er sich für die Einleitung ins digitale Zeitalters und neue Formen des Journalismus verdient gemacht hat. Sein Herzblut steckt jedoch im Polit- und Qualitätsjournalismus, den er in den nach wie vor erfolgreichen Tageszeitungen ZO und AvU entgegen aller Veränderungen zu verteidigen wusste. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung bedanken sich bereits an dieser Stelle für sein ausgesprochen grosses und langes Engagement.
Mit dieser personellen Veränderung möchte der Verwaltungsrat der Zürcher Oberland Medien AG und der CEO, Dani Sigel, die Chance nutzen, einen Generationenwechsel einzuläuten. Der Journalismus ist mit massiven Veränderungen konfrontiert. Technische Innovationen, neue Methoden der Datenanalysen und die Verbreitung sozialer Medien verändern mit rasender Geschwindigkeit die Arbeitsbedingungen und das Rollenverständnis im Journalismus.
Interimistische Chefredaktion
Wir möchten bei der Zürcher Oberland Medien AG die neuen technischen und gestalterischen Möglichkeiten dezidierter nutzen und die eingeleiteten Veränderungen einer vielfältigen, crossmedialen Kommunikation noch stärker vorantreiben. Es gilt neben den Vorteilen einer verbesserten Nutzungsanalysen oder algorithmusgestützten Inhaltsproduktionsmethoden auch Wege zu finden, welche Rolle die traditionellen journalistischen Selektions- und Präsentationskriterien noch spielen können und müssen.
Interimistisch übernehmen die beiden stellvertretenden Chefredaktoren Malte Aeberli und Florian Bolli in Form einer Co-Leitung die redaktionelle Verantwortung. Die Suche nach einer Nachfolge wird zeitnah eingeleitet.
Dr. Karin Lenzlinger, Verwaltungsratspräsidentin Zürcher Oberland Medien AG

