Am 9. November erhalten über 20 Spieler zweier Zürcher Hobby-Fussballmannschaften ein kurioses Mail. «Sie müssen sich bis zum 10. Oktober in Quarantäne begeben», heisst es darin. Absender: das Contact-Tracing der kantonalen Gesundheitsdirektion. Die beiden Teams hatten am 30. September ein Freundschaftsspiel ausgetragen. Ein Spieler wurde danach positiv getestet.
Kein Einzelfall. In den ersten Novembertagen werden zahlreiche Personen aufgefordert, sich an einem Datum in der Vergangenheit in Quarantäne zu begeben.
Probleme behoben?
Wie kann so etwas passieren? Als im Oktober die Ansteckungszahlen explodiert seien, sei das Tracing zeitweise ans Limit geraten, sagt Beat Lauper, Mediensprecher der Gesundheitsdirektion. Genau in jener Zeit sei ein neues Computersystem eingeführt worden: «Dieses erkannte damals nicht, wenn das Datum des Quarantäneendes in der Vergangenheit war.» Mittlerweile seien die Probleme behoben, das Tracing funktioniere und sei wirkungsvoll.
«Jeder Wechsel von einer Software zur anderen ist eine Fehlerquelle.»
Eine Contact-Tracerin

