Der ökumenische Seniorennachmittag im Turbenthaler Chiletreff stiess auf Interesse: Im Mittelpunkt stand Volksdichter Jakob Stutz. Auszüge seines Lebens präsentierte der ehemalige Sekundarlehrer Walter Müller aus Fehraltorf in einem lebhaften Referat.
Jakob Stutz liebte das Tösstal und ganz besonders das Tössbergland: «Das isch au e Wiesete, e Feldete, e Waldete, e Gublete, e Felsete, und e Schneebergis wit und breit», heisst es einmal in einem Tagebucheintrag. D em Volksdichter ist in der Region sogar ein Weg gewidmet (siehe Box).
Zeitzeuge wichtiger Ereignisse
Das Geburtshaus von Jakob Stutz steht am Dichter-Weg in Isikon ob Hittnau. «Im Jahre 1801, den 27. Wintermonat, wurde ich geboren», kann man in seinen Erinnerungen nachlesen. «Auch mein Geburtstag ist am 27. November», verriet Walter Müller. So fühle er sich mit der spannenden Persönlichkeit verbunden, der als Zeitzeuge wichtige Ereignisse miterlebt habe.
Etwa die Wirren, welche die Zeit nach der Französische Revolution mit sich brachte. Oder das Jahr 1816, als nach einem Vulkanausbruch in Indonesien ein Ascheregen die Natur zum Stillstand brachte, und als Folge eine grosse Hungersnot herrschte. Weiter fiel der Usterbrand, ist der bekannteste Fall eines Maschinensturms in der Schweiz, in die Lebenszeit von Jakob Stutz. Als Reaktion schrieb er das Theaterstück «Der Brand von Uster» für 30 Personen.

