Abo

Politik

«Allein durch Talent erreicht man nichts»

Seit ihrer Kindheit verbringt Andrea Schnell aus Zell viel Zeit auf der Kampfsportmatte. Im Interview erzählt die Spitzensportlerin, wie Taekwondo ihr Leben prägt und wie sie sich trotz Corona-Pandemie auf die Olympiaqualifikation vorbereitet.

Andrea Schnell, können Sie sich noch an das Gefühl erinnern, als Sie das erste Mal auf einer Kampfsportmatte standen?
Andrea Schnell: Ich war sehr nervös, weil es eine völlig ungewohnte Situation für mich war, aber ich fühlte mich sofort wohl und hatte viel Spass.

Warum haben Sie sich als Kind für Taekwondo entschieden? Es gäbe doch populärere Sportarten wie Geräteturnen oder Skifahren.
Sport allgemein begleitet mich, seit ich auf der Welt bin. Skifahren habe ich sozusagen gleichzeitig mit dem Laufen gelernt. Im Sommer waren wir immer am Wandern, Klettern oder Radfahren. Ich habe unter anderem Geräteturnen und Schlittschuhlaufen ausprobiert, aber irgendwie war für mich nicht das Richtige dabei. 

Da ich ein eher schüchternes Mädchen war, wollte meine Mutter, dass ich einen Kampfsport trainiere. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, gab dann aber für ein Schnuppertraining im Rahmen des Schul-Ferienplauschs nach. Jedoch mochte ich nicht so lange darauf warten und probierte Taekwondo schon vorher aus. Der Sport fesselte mich sofort.

Sie verbrachten 2013 ein halbes Jahr in Südkorea und trainierten dort. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Es war eine spezielle Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Ich hatte eine tolle Zeit dort, aber es gab auch schwierige Momente. Bei elf Stunden Flug ändert sich nicht nur die Zeit, sondern auch die gesprochene Sprache, die Kultur oder das Essen. Man muss sich an ein komplett neues Umfeld und Leben gewöhnen. Ich hatte das Glück, dass ich bei der Familie des Grossmeisters meines Trainers wohnen konnte. Ich wurde stets gut umsorgt und hatte es mit den zwei Töchtern immer gut.

«Ich war an ein solches Trainingspensum nicht gewöhnt.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.