Pirmin Knecht, Präsident der Grünen Partei Pfäffikon, und Vorstandsmitglied Carlota Erismann sorgen sich um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf dem gemeindeeigenen Land. «Die Grüne Partei ist der Meinung, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert oder noch besser ganz vermieden werden soll», schreiben sie in ihrer Anfrage. «Die Gemeinde soll dabei als gutes Vorbild vorangehen.»
Da die Pfäffiker Gemeindeversammlung im September nicht durchgeführt wurde, konnten auch keine Anfragen aus der Bevölkerung behandelt werden. Das Anliegen von Knecht und Erismann hat der Gemeinderat daher mittlerweile auf schriftlichem Weg beantwortet.
Salzwasser statt Herbizid
In der Regel seien Pflanzenschutzmittel auch für andere Lebewesen schädlich und belasteten das Grundwasser. «Erst im Herbst 2019 musste das Pumpwerk Mettlen abgestellt werden, weil der Höchstwert des Fungizides Chlorothalonil im Grundwasser um das Dreifache überschritten wurde.»
Die konkrete Frage, ob Herbizide auch auf gemeindeeigenen Flächen verwendet werden, konnte der Gemeinderat zum einen verneinen: «Im Strassenunterhalt werden durch die Unterhaltsequipe keine Herbizide eingesetzt. Unkraut wird manuell durch Jäten beseitigt.» Versuchsweise werde seit Herbst 2019 ein natürlicher und ungiftiger Unkrautvernichter eingesetzt, wobei es sich im Prinzip um Salzwasser handle.

