Ein Wimmelbild beflügelt die Fantasie der FDP Wetzikon. Darauf zu sehen: futuristische Gebäude, Windturbinen, Sonnenkollektoren und sogar fliegende Untertassen. Das Bild ist eine Visualisierung der Stadt Kloten zur Strategie Kloten 2030. Der dortige Stadtrat will damit «Menschen, Orte und Potenziale verbinden » . Die Mitsprache der Bevölkerung bei der Stadtgestaltung sei wichtig und erwünscht, heisst es in Kloten.
Die FDP Wetzikon würde sich etwas Ähnliches in ihrer Stadt wünschen. Das Klotener Wimmelbild könne als Ideengeber für eine « Smart City-Strategie Wetzikon » genutzt werden, schreibt die Partei in einem Postulat. Gemäss Erstunterzeichner Stefan Lenz (FDP) hätten bereits verschiedene Städte Schritte in diese Richtung unternommen. « Auch Uster ist schon weiter als Wetzikon » , sagt er.
Lichtmast als Stromtankstelle
Das « Smart City » -Themenfeld ist breit: Es reicht von intelligenter Infrastruktur über lokale Wertschöpfungsnetze, vernetzte Mobilität, politische Meinungsbildung, digitale Dienstleistungen der Stadtverwaltung oder einheitliche Bezahllösungen. Die FDP stellt im Postulat aber klar: « Es soll keine utopische Vorstellung einer Smart City entstehen, sondern realitätsnahe Vorhaben, die der Verwaltung, dem Gewerbe und der Bevölkerung einen Nutzen stiften. »
Als konkretes Beispiel nennt Lenz einen speziellen Lichtmast in Wädenswil. Der sogenannte Smart City Tower leuchtet nur dann und dort, wo es nötig ist. Gleichzeitig dient er als Stromtankstelle für Elektroautos und bietet einen öffentlichen WiFi-Zugang. Ausserdem misst er Umwelteinflüsse wie Lärm, CO2 oder Feinstaub und überwacht den Verkehrsfluss.

