Es gibt sie in Pink, Blau, Grün. Mit Tieren, Mustern und Sprichwörtern darauf. Man trägt sie aktuell fast überall: Beim Einkaufen, im Zug, am Flughafen, in der Altstadt – und neu auch beim Sport. Die Rede ist von der Schutzmaske, die die Ausbreitung des Coronavirus verhindern, beziehungsweise verlangsamen soll. Die Einführung der Maskenpflicht im Sport sorgt jedoch für Verwirrung: Ist die Maske im Fitnessstudio nun Pflicht oder nicht? Darf ich sie ausziehen, während ich trainiere? Gelten verschiedene Regeln für verschiedene Studios.
Viele dieser Fragen erreichten auch Markus Egli. Er ist Geschäftsführer des Fitness Zentrums Wetzikon. Wie er sagt, habe vor allem das Vorgehen von grösseren Fitnessketten die Trainierenden verunsichert. «Kurz nach der Medienkonferenz des Bundesrats letzte Woche haben sich grössere Studios in den Medien zur allgemeinen Maskenpflicht bekannt, ohne auf ein Schutzkonzept oder ähnliches zu warten.» Viele Kunden seien dadurch verunsichert gewesen und hätten sich bei Egli gemeldet. «Dass es nach wie vor keine absolute Maskenpflicht für alle Studios gibt, darauf nahmen die grossen Ketten keine Rücksicht.»
Platzverhältnisse sind gegeben
Yann Hulmann, Mediensprecher des Bundesamts für Gesundheit (BAG), formuliert die geltende Regeln wie folgt: «Bei Sportaktivitäten in grossen Innenräumen, in denen kein Körperkontakt besteht und zusätzliche Abstandsvorgaben, also mindestens 15 Quadratmeter pro Person, sowie eine Lüftung gewährleistet sind, kann bei der sportlichen Aktivität auf das Tragen einer Gesichtsmaske verzichtet werden. In Fitnessstudios befinden sich in der Regel mehr als eine Person auf 15 Quadratmeter. Daher ist Maskenplicht gegeben.»
Und genau das ist der Knackpunkt für Markus Egli: «Wir haben die Platzverhältnisse, um jedem Trainierenden 15 Quadratmeter zu gewähren, bis zu einer gewissen Anzahl Personen. Daher muss bei uns keine Maske getragen werden.»

