Ich bin Ernst Hauser, wohne in Turbenthal, Mitglied des Männerchors Turbenthal seit ungefähr 15 Jahren, dort Kassier. Seit es die Chorgemeinschaft Landenberg gibt, singe ich « deete » mit, bin dort Fähnrich und Vizepräsident. Ich singe grundsätzlich gerne, weil wir in der Schule viel gesungen haben, im Militär viel gesungen, im Turnverein viel gesungen, nicht immer vierstimmig, aber immerhin mit viel Freude, mit Begeisterung.
Im Männerchor Turbenthal, der dieses Jahr 190-jährig ist, können wir bestandesbedingt nicht mehr singen. Deshalb bin ich froh, dass wir mit der Chorgemeinschaft Landenberg ein Gefäss haben, in welchem wir den Chorgesang pflegen können: « Jetzt simmer halt im Landeberg diheim » .
«D ie Deutsche Messe singe ich gerne wegen der Musik und dem Text. »
Für mich ist Singen ein grossartiges Teamwork. Ich habe erst angefangen zu singen, etwas bewusster, nachdem ich nicht mehr politisch tätig war. Dort habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass man « ufenand loset » . Die eigene Stimme ist schon wichtig und dass man den Ton und den Text trifft, aber ich habe gelernt, dass es wahnsinnig wichtig ist, auch zuzuhören, wie die anderen singen, innerhalb der eigenen Stimme, aber auch innerhalb des ganzen Chors.
Ich finde den Austausch untereinander wertvoll, wir kommen ja von ganz verschiedenen Orten her, ganz verschiedene Biografien, und das finde ich an sich spannend. Wir stellen dann auch fest, dass wir nicht immer gleicher Meinung sind, das gehört bei uns dazu.

