Seit Monaten versucht die Reiseindustrie mit ihrer Forderung nach «Testen statt Quarantäne» ihr brachliegendes Geschäftwieder ein wenig anzukurbeln. Jedes Mal lief sie bisher damit auf. «Wir müssen die Tests so effizient wie möglich einsetzen», sagte Bundesrat Alain Berset zuletzt am Mittwoch.
«Wir können sie sicher nicht einfach so verteilen, auch nicht an Leute, die reisen wollen.» Und das, obwohl ab Montag schweizweit neben den bisherigen 30’000 PCR-Tests pro Tag 50’000 zusätzliche Schnelltests zur Verfügung stehen. Sie werden im Moment dazu verwendet, die zweite Welle im Inland zu brechen.
Pilotflüge in Planung
Trotzdem arbeitet mit der Swiss eine der grössten Arbeitgeberinnen der Branche seitWochen an einem Testsystem für ihre Passagiere. Als ob sie den Behörden beweisen wollte, dass es an ihr nicht scheitern soll. Vergangenes Wochenende schrieb die «SonntagsZeitung», dass die Airline plane, Schnelltests an den Flughäfen Zürich und Genf anzubieten.
Nun bestätigt ein Sprecher gegenüber dieser Zeitung, dass man einen Schritt weitergekommen sei: «Wir haben uns dafür bereits Schnelltests gesichert. Pilotflüge sind in Planung.» Genauere Angaben zum Vorgehen oder zum Zeitpunkt will er nicht machen.

