Mein Name ist Philip Hirsiger. Ich bin in Russikon aufgewachsen und arbeite und lebe immer noch da in Russikon, dirigiere drei Chöre: die Chorgemeinschaft Landenberg, meinen Männerchor; dann habe ich einen Gospelchor in Volketswil und seit 12 Jahren einen Ad-Hoc-Chor für die Weihnachten in Russikon, da machen wir dieses Jahr aber eine Pause.
Ich habe diesen Landenberger Chor 2013 übernommen, weil ich diese Herausforderung wahrnehmen wollte. Insgeheim wollte ich beweisen, dass das keine verstaubte Sache ist, und dass ich so Spass daran finden würde, hätte ich selber nicht gedacht. Ich sehe immer noch extremes Potential, und ich probiere diese Grenzen immer nach oben zu schieben, « und no es schrittli meh, und no es schrittli meh » , obwohl ich niemanden im Chor überfordern möchte.
«Es ist kein Einzelsport . »
Ich erlebe den Chor als sehr lebendig. Untereinander hilft und stützt man sich. Es ist ein sehr sozialer Kreis, den wir da haben dürfen, wo jeder wichtig ist. Das spürt man halt dann auch letztendlich beim Singen, beim Gestalten der Musik, dass es auch zwischenmenschlich funktioniert. Und das ist « öppis » , das mich auch fasziniert, das kann man als Dirigent nicht sehr aktiv steuern, aber wenn es so ist, umso schöner. Ich fühle mich sehr integriert in diesen Chor.
Ganz besonders schöne Erlebnisse sind immer die Auftritte, die wir haben. Für mich ist immer der Event in Kirchberg « wahnsinnig toll » , weil wir dort einfach gut funktionieren und das auch gegenüber andern zeigen können. Auch musikalisch konnten wir dort etwas herausholen, was man wie nicht proben kann, und das entsteht durch die Emotionen. Wir wachsen « mitenand » , es ist kein Einzelsport.

