Alles verändert sich stetig und diese Dynamik der Erdgeschichte ist nicht aufzuhalten. Wenn wir fähig sind, das zu akzeptieren, beginnen wir, die Zusammenhänge aus anderen Sichtweisen zu betrachten. Als Einstieg schauen wir in die Sterne, richten unseren Blick ins unendliche Weltall. Die Sterne, die wir heute am Nachthimmel sehen, sind grösstenteils bereits Vergangenheit, sie existieren nicht mehr.
Auch der Planet Erde befinde sich bereits im Sog eines schwarzen Lochs und werde, wenn er eingesogen sei, auf Tennisballgrösse komprimiert werden. So berichtete unlängst eine Dokumentation im Fernsehen. Aber keine Angst, liebe Lesende, das wird nicht morgen geschehen. Die Vergänglichkeit und die Veränderung und alles, was daraus resultiert, sind folglich Naturgesetze, denen nicht zu trotzen ist.
Auch unsere Gesellschaft verändert und entwickelt sich unaufhaltsam. Oder zerfällt sie? In der Geschichte der Menschheit spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass Ursachen für Entwicklungen erst sehr viel später oder kaum mehr nachvollziehbar sind. Die nachträglichen Aufarbeitungen bringen meistens überraschende Zusammenhänge zu Tage und man fragt sich im Nachhinein, wie es nur so weit kommen konnte.
Meine Meinungsbildung kommt mir manchmal so vor wie ein Maibaum.
Als sehr repräsentatives Beispiel sei die Entstehung des Zweiten Weltkriegs und viele Affären, wie zum Beispiel Watergate, genannt. Meine Meinungsbildung, meine Entwicklung als Mensch und Individuum, kommt mir manchmal so vor wie ein Maibaum. Rundherum ziehen sehr viele Bänder mit verschiedenen Interessen an mir. Sie wollen mich zu sich herunterziehen, mich beeinflussen, prägen und mich zwingen wollen. In der Mitte stehen zu bleiben, um auch die Übersicht zu behalten, gestaltet sich oft als grosser Kraftakt. Ebenso den Lauf der Dinge zu akzeptieren.

