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Politik

«Mein grossartigstes Erlebnis war nach einer der ersten Proben»

Der Männerchor Wila feiert sein 175-Jahr-Jubiläum. Historiker Wolfgang Wahl lässt in einer mehrteiligen Serie Tösstaler Sängerinnen und Sänger zu Wort kommen: Heute Ruedi Bolliger.

Ich bin Ruedi Bolliger, wohne seit mehr als 40 Jahren in « Wislig »  und bin seit sieben Jahren in der Chorgemeinschaft Landenberg. 2017 habe ich dort den Vorsitz der Chorleitung übernommen, als wir daran gingen, die Chorgemeinschaft Landenberg als neuen Verein zu gründen, als Dachorganisation der Männerchöre Turbenthal, Wila und Wildberg. Dabei war mir juristisch wichtig, dass es für die Sänger kein « Loch »  gibt. Was die drei Vereine immer beschliessen, sie sind in der neuen Organisation eingebunden und fühlen sich offensichtlich wohl dort.

Einerseits habe ich sehr Freude am Singen, immer schon gehabt, vor allem am Männerchorgesang. Nachdem ich 25 Jahre im gemischten Chor Weisslingen-Kyburg gesungen habe, wollte ich in einen Männerchor und fühle mich unglaublich wohl in dieser Chorgemeinschaft Landenberg. Ich finde es « super » , dass eine zusammengewürfelte Gesellschaft von sehr unterschiedlichen Leuten, alles aber Persönlichkeiten, jeder in seiner Art ein « toller Kärli » , da miteinander singt.

« Ich fühle mich unglaublich wohl in dieser Chorgemeinschaft Landenberg. »

Beim gemütlichen Zusammensitzen nach dem Singen habe ich Berufe kennengelernt, von denen ich noch nie etwas gehört habe, und Arbeitswelten kennengelernt, welche ich mir gar nie vorstellen konnte. Dass man da effektiv vom « Phil-Einer »  bis zum Handwerker und vom « Puur »  bis zum Informatiker alle « quär dure »  hat, das ist etwas ganz Grossartiges.

In meiner schwierigsten und anstrengendsten Berufszeit habe ich erlebt, beim Singen wo auch immer: In diesem Moment, wo man hingeht, einsingt und anfängt, auf die andern zu hören, und « mitenand »  etwas zu erarbeiten versucht, ist aller Stress, mit dem man belastet ist, « ewägg » . Ich habe quer durchs Beet an allem Freude, was wir singen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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