Diese Woche rüsten viele Büroangestellte wieder zu Hause auf: Sie räumen Tische frei, postieren Computer-Bildschirme und organisieren rückenfreundliche Stühle. Die zweite Homeoffice-Welle beginnt. Nach dem Frühling ist das Arbeiten von zu Hause aus nun erneut vom Bundesam für Gesundheit (BAG) empfohlen und von vielen Arbeitgebern auch verordnet worden. Je mehr das Homeoffice zum Dauerzustand wird, desto drängender stellt sich die Frage nach der Unterstützung der Angestellten zu Hause durch die Arbeitgeber.
Beim Versicherer Axa war Homeoffice schon lange vor Corona möglich, und alle, die sich dafür entschieden haben, erhalten eine Pauschale von 200 Franken jährlich. Dabei bleibt es auch in diesem Jahr. Bargeld gibt es ebenso beim Pharmakonzern Novartis: Er zahlt einen einmaligen Betrag von 680 Franken an diejenigen, die ganz oder teilweise im Büro tätig sind. Das Management ist davon allerdings ausgenommen. Bei Basels anderem Pharmagiganten Roche dagegen gibt es kein Geld. Er stellt aber einen Bürostuhl und die nötige IT-Ausrüstung zur Verfügung.
Das Ausleihen von Equipment gehört zum Standard bei vielen Unternehmen, die diese Zeitung angefragt hat. «Für die Arbeit im Homeoffice entrichten wir keine Entschädigung, teilweise besteht die Möglichkeit, einen Bildschirm vom Büro leihweise mit nach Hause zu nehmen», sagt etwa ein Sprecher des Detailhändlers Migros.
Der Versicherer Zurich geht dabei noch weiter: Dort klingelt bei denjenigen Angestellten, die auch nach Corona regelmässig im Homeoffice arbeiten werden, ein Paketbote an ihrer Wohnadresse. Er liefert eine IT-Ausrüstung mit Bildschirm, Maus und Tastatur frei Haus. Beim Rückversicherungskonzern Swiss Re erhielten die Angestellten im August (also noch vor dem zweiten Homeoffice-Aufruf) mit ihrem Salär 250 Franken zusätzlich als Beitrag für die Büroausrüstung zu Hause.
Internet-Anschluss und Rabatte bei Büromöbel-Geschäften

