Ursula Krebs: «Ich war Teil vieler Erfolgserlebnisse»
Ursula Krebs (FDP) scheidet aus der Pfäffiker Schulpflege aus. Wie sich einer Medienmitteilung der Gemeinde entnehmen lässt, wird sie bereits auf Ende Dezember aus dem Amt entlassen – der Bezirksrat hat einem entsprechenden Gesucht zugestimmt.
Persönliche Gründe hätten zur Entscheidung geführt, heisst es in der Mitteilung weiter. Genauer darauf eingehen möchte Krebs nicht, wie sie auf Anfrage sagt. Sie betont jedoch, dass sicherlich keine internen Unstimmigkeiten oder Ähnliches zu ihrem Rücktritt geführt hätten. «Der Grossteil des Teams arbeitet schon 12 Jahre zusammen. Wir haben uns sehr gut verstanden und ergänzt.»
«Konnten viel bewirken»
Die gelernte Kauffrau betreute das Ressort Sonderpädagogik. «Eine stetige Herausforderung», wie sie sagt. Zusammen mit ihren Kollegen aus der Schulpflege, der Schulverwaltung und der Fachstelle Sonderpädagogik hätte sie viel bewirken können in den vergangenen Jahren. «Ob in der Logopädie, Psychomotorik, Daz (Deutsch als Zweitsprache) oder durch die integrative Förderung: Die Kinder wurden stets eng begleitet und gefördert. Ich war Teil vieler Erfolgserlebnisse.»
Natürlich habe es auch die Schattenseite gegeben. Als Beispiel nennt Krebs Kinder, die weniger Fortschritte machten – sei es aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder ihrer Lebensumstände. In solchen Fällen hielt sich Krebs vor allem an ein Credo: «Da sein. Begleiten. Unterstützen. Auch die Eltern.»
Schulpräsident Hanspeter Hugentobler (EVP) bedauert Krebs’ Demission kann die Beweggründe dahinter aber nachvollziehen, ohne jedoch näher darauf eingehen zu wollen. Er spricht von einem «grossen Verlust für das Gremium». Ursula Krebs habe sich als Schulpflegerin stets für das Wohl des Kindes engagiert. «Sie verfügte über einen enormen Erfahrungsschatz und war ein sehr konstruktives Behördenmitglied», sagt Hugentobler.
Zeit mit der Familie
Nach ihrem Rücktritt will Ursula Krebs vorerst die Zeit mit ihrer Familie geniessen. Seit kurzem ist sie pensioniert, was ihr mehr Zeit dafür verschafft.
Wer in ihre Fussstapfen tritt, entscheidet die Pfäffiker Stimmbevölkerung nächsten Frühling: Der Gemeinderat hat die Ersatzwahl auf den 7. März 2021 angesetzt.
« Wir sind auf jeden Fall bestrebt, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden und für die Ersatzwahl aufzustellen » , lässt Ortsparteipräsident Daniel Haldimann auf Anfrage verlauten.
Bis am 2. Dezember 2020 können dem Gemeinderat Wahlvorschläge eingereicht werden. Die Wahlanordnung ist auf der Gemeindehomepage zu finden.
(Talina Steinmetz und Marco Huber)