Abo

Politik

Drohen Maskenverweigerern Bussen im vierstelligen Bereich?

Wer gegen Covid-Verordnungen verstösst, kann bestraft werden – mit bis zu 10’000 Franken Busse. Verantwortlich sind die Kantone. Dort heisst es: Auch eine Busse müsse «verhältnismässig sein».

Was war das einfach – unter der «Herrschaft» der seit dem 23. Juni nicht mehr gültigen «Covid-19-Verordnung 2» des Bundes. Wer beispielsweise gegen das Verbot von Menschenansammlungen von mehr als 30 Personen im öffentlichen Raum verstiess, kassierte eine Busse von 100 Franken. Damit war der Fall erledigt, denn sogenannte Ordnungsbussen haben fixe «Tarife». 100 Franken? Das kostet auch das Nichtbeachten des Vorschriftssignals «Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen».

«Bussenrahmen ist ziemlich weit gesteckt»

Klar festgelegte Bussen gibt es nicht mehr. Sowohl in der aktuell geltenden «Covid-19-Verordnung besondere Lage» wie auch bei den Übertretungen gemäss dem Epidemiengesetz ist nur noch allgemein von Busse die Rede.

Das bedeutet: Wer sich «vorsätzlich Massnahmen gegenüber der Bevölkerung widersetzt», indem er oder sie sich beispielsweise weigert, eine Maske zu tragen, kann mit einer Busse bis zu 10’000 Franken bestraft werden. Geschieht die Übertretung fahrlässig, darf die Busse 5000 Franken nicht übersteigen.

Drohen Maskentragverweigerern nun saftige Bussen im vierstelligen Bereich? Die Frage stellt sich, nachdem Ende September ein Mann im Kanton Zürich mit einer Busse von 2000 Franken plus 750 Franken Bearbeitungsgebühr bestraft wurde, weil er die zehntägige Quarantänepflicht für rund drei Stunden missachtete. «Der Bussenrahmen ist ziemlich weit gesteckt», sagt Markus Scholl, stellvertretender Mediensprecher der Berner Staatsanwaltschaft. Aber «auch eine Busse hat verhältnismässig zu sein».

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?