Wieder rund 3000 Ansteckungen mit dem Coronavirus. Auch am Dienstag meldete das Bundesamt für Gesundheit viele neue Fälle. Die Verdoppelungszeit betrage momentan etwa eine Woche, sagt Stefan Kuster, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit, vor den Medien. Und das werde auch noch so weitergehen, bis die vom Bundesrat am Sonntag beschlossenen Massnahmen greifen.
Was aber, wenn diese nicht ausreichen? Andere Länder überlegten sich derzeit einen Kurz-Lockdown von zwei Wochen. Ob das in der Schweiz gar kein Thema sei, wurde Kuster an der Pressekonferenz gefragt.
Jede Massnahme, die irgendwie anwendbar wäre, werde auch evaluiert und dann von den entsprechenden Entscheidungsträgern angenommen oder verworfen, sagte Stefan Kuster. Dazu gehörten solche Kurz-Lockdowns – auch «Circuit Breaker» genannt. Diese Massnahme werde durchaus geprüft, so Kuster.
Recherchen dieser Zeitung haben nun ergeben, dass der Bundesrat bereits diesen Mittwoch darüber berät, was getan werden könnte, wenn die bisherigen Massnahmen nicht reichen. Gemäss mehreren Quellen diskutiert die Regierung vier Szenarien.
Zugeschaltet werden ihr dabei Mitglieder der Corona-Taskforce. Sie sollen ihre Meinung zu den Szenarien einbringen. Entscheide sollen im Bundesrat dazu aber noch keine fallen. Beim schärfsten der vier Szenarien handelt es sich um den «Circuit Breaker».

