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Politik

Der erste Bundesrat ist in Quarantäne

Wirtschaftsminister Guy Parmelin soll an der heutigen Bundesratssitzung per Video teilgenommen haben. Er befindet sich in Quarantäne, weil eine Person aus seinem beruflichen Umfeld positiv auf Corona getestet wurde.

An der heutigen Sitzung des Bundesrats waren offenbar nicht alle Pulte besetzt – Guy Parmelin nahm per Video teil, wie es in Bern heisst. Gemäss mehreren zuverlässigen Quellen befindet er sich in Quarantäne, weil eine Person aus seinem beruflichen Umfeld positiv auf Corona getestet wurde. Der 60-jährige SVP-Politiker ist das erste Mitglied der Landesregierung, von dem bekannt wird, dass es in Quarantäne gehen musste.

Das Virus macht sich auch in anderen Departementen breit. Zwei Personen aus dem Umfeld von Karin Keller-Sutter im Justiz- und Polizeidepartement wurden positiv getestet und befinden sich zurzeit in Quarantäne. Keller-Sutter selbst nahm aber an der Bundesratssitzung teil, sie sei wohlauf, wie ihr Sprecher sagt. Auch weitere Personen aus ihrem Departement arbeiten nach Absprache mit dem Oberfeldarzt wie bis anhin weiter.

Virus auch im Justiz- und Polizeidepartement

Schon vor wenigen Tagen schrammte Keller-Sutter knapp an einer Quarantäne vorbei. Die FDP-Bundesrätin hatte am Montag vergangener Woche an einer Sitzung der Geschäftsprüfungskommission teil, an der auch SVP-Nationalrat Alfred Herr zugegen war; er wurde später positiv auf das Coronavirus getestet und befindet sich in Quarantäne, zeigt aber keine Symptome. Die Bundesrätin war rundum durch Plexiglaswände geschützt und hat sich nicht testen lassen.

Wie Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga schon im März sagte, sei sich der Bundesrat bewusst, dass er eine besondere Verantwortung trage. Er halte sich selber bei allen Sitzungen streng an die Hygieneempfehlungen des BAG und halte Abstand. Der Bundesrat hat sich aber auch auf den Fall einer Erkrankung vorbereitet: Er liess bereits vor einiger Zeit eine digitale Konferenz-Infrastruktur installieren, damit seine Mitglieder auch von auswärts mitregieren können.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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