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Update für Jakob-Stutz-Weg verzögert sich

Geschichtsinteressierte müssen sich noch etwas länger auf die QR-Codes entlang des Jakob-Stutz-Wegs gedulden. Die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Pfäffikon hat mit dem Weg Grosses vor. Doch das braucht Zeit.

Der Wanderweg ist mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet. , Der Weg führt von Pfäffikon über Wila nach Sternenberg vorbei am Haus, in dem Jakob Stutz geboren wurde., Eine Plakette am Haus zeugt von seiner Geschichte. , Ebenso der Name des Weges, an dem das Haus steht. , Hansruedi Kocher präsidiert sowohl die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Pfäffikon als auch die Jakob-Stutz-Kommission.

Archivfoto: Fabio Meier

Update für Jakob-Stutz-Weg verzögert sich

Er wurde 2001 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag des wohl berühmtesten Oberländer Volksdichters eingeweiht: der Jakob-Stutz-Weg, der sich über 21 Kilometer und 671 Höhenmeter von Pfäffikon über Hittnau und Wila bis nach Sternenberg erstreckt. Doch seine 13 Informationstafeln über das Leben des Dichters sind bereits von der technischen Entwicklung eingeholt worden.

Der Weg wurde in der «Vor-Smartphone-Zeit» eingerichtet, die Ansprüche an Kulturwege haben sich entsprechend verändert. Um die nötige Auffrischung kümmert sich die Gemeinnützige Gesellschaft Bezirk Pfäffikon (GGBP), welche die Trägerschaft für den Weg vor einigen Jahren übernommen hat.

Führung mit Theater

So sollen die Tafeln entlang des Weges etwa mit QR-Codes ergänzt werden, über die zusätzliche Informationen von einer neu geschaffenen Website abgerufen werden können. «Doch alleine die Erarbeitung dieser weiterführenden Informationen ist mit einem grossen Zeitaufwand verbunden», sagt Hansruedi Kocher, Präsident der GGBP. Zudem sollen vermehrt Führungen entlang des Weges stattfinden, je nach dem mit Theatereinlagen zu den einzelnen Stationen im Leben von Jakob Stutz. Die Erneuerung der Tafeln hätte mittlerweile bereits abgeschlossen sein sollen.

«Aber wie in solchen Projekten üblich, waren die anfänglich aufgestellten Zeitpläne zu optimistisch», sagt Kocher. In den letzten eineinhalb Jahren sei sehr viel Konzeptarbeit geleistet worden und das Projekt auch nach und nach erweitert.

So ist etwa neu auch ein Film angedacht, der einen Einblick in das bescheidene Leben von damals, das Stadt-Land-Gefälle, das Bildungsdefizit der Landbevölkerung und die Hungersnot geben soll. «Die ganz grosse Vision wäre ein Freilichttheater», sagt Kocher, «beispielsweise in Isikon oder Hermatswil.» Dieses soll regelmässig aufgeführt werden und als Anziehungspunkt für Leute aus der Region und darüber hinaus dienen. «Es soll Geschichte und Unterhaltung verbinden.»

Nun gehts ans Geld

Zu beachten sei jedoch, dass all diese Arbeit als Freiwilligenarbeit geleistet wird. Auf den Aufruf nach Personen, die sich für die Entwicklung des Weges einsetzen wollen, hätten sich Anfang 2019 rund zwanzig Interessenten gemeldet.

Nun befinde man sich auf der Zielgeraden. «Es geht insbesondere darum, die für die Projektumsetzung benötigten finanziellen Mittel zu beschaffen.» Insgesamt rechnet die Kulturkommission und die GGBP mit rund 124‘000 Franken für das gesamte Projekt.

Die GGBP hat die Trägerschaft für den Jakob-Stutz-Weg vor einigen Jahren von der Kulturkommission Zürioberland übernommen. Diese ist aber weiterhin für die Finanzierung von einmaligen Ausgaben für die Erneuerung der Informationstafeln, die Erstellung einer Website und Drucksachen zuständig. «Doch die Kulturkommission hat selber nur beschränkte Mittel zur Verfügung», sagt Kocher.

«Es kommen bestimmt noch weitere Hürden auf uns zu. »

Hansruedi Kocher

Für die Umsetzung des Projektes müssen deshalb zum grössten Teil andere Quellen erschlossen werden. «Wir haben bereits Finanzierungsgesuche an die umliegenden Gemeinden gestellt – die Zu- und Absagen gehen laufend ein.» Auch der Lotteriefonds werde um einen Beitrag angefragt. «Ebenso werden das Migros Kulturprozent und Stiftungen kontaktiert», sagt Kocher. Zudem wolle man auf private Spender oder Firmen zugehen.

Einen neuen, konkreten Zeitplan gebe es nicht. «Wir hoffen jedoch, im Laufe des nächsten Jahres loslegen zu können», sagt Hansruedi Kocher. Erste Priorität haben der Ersatz der Tafeln und die Erstellung der Website mit den gesammelten Informationen. «Es kommen bestimmt noch weitere Hürden auf uns zu. Aber wir haben ein motiviertes Team, das sich darauf freut, endlich loslegen zu können.»

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