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Politik

Oberländer Schwimmschule gibt im Streit mit Gemeinde auf

Die in Fischenthal ansässige Schwimmschule Züri-Oberland und die Gemeinde Erlenbach stritten mit Anwälten um Wasserzeit im Hallenbad Allmendli. Nun kapituliert die Schwimmschule.

Seit Beginn des neuen Schuljahres bleibt das Erlenbacher Schwimmbad Allmendli häufiger ungenutzt als auch schon. Der Grund dafür ist ein Streit zwischen der Gemeinde Erlenbach und der Schwimmschule Züri-Oberland. Diese hatte in Erlenbach seit 2012 «Wasserzeiten» gemietet, um in verschiedenen Kursen Kindern das Schwimmen beizubringen.

Damit ist es nun vorbei, denn die Gemeinde hat im Januar – im Zuge des schwer durchschaubaren Konflikts – den Vertrag mit der Schwimmschule per Anfang Juli aufgelöst. In der Folge gelangte die Schwimmschule mit einem Rekurs an den Bezirksrat. Wie nun bekannt wurde, ist dieser nicht auf den Rekurs eingetreten. Dies bestätigt Bezirksratspräsidentin Patrizia Merotto auf Anfrage, gibt aber mit Verweis auf die noch ausstehende Rechtskräftigkeit keine weiteren Auskünfte.

Formfehler der Anwältin

Theo Niederberger, Inhaber der Schwimmschule Züri-Oberland, will hingegen gern seine Sicht der Dinge darlegen. Der Fischenthaler bezeichnet das Verfahren als beendet, einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht plant er nicht. Dies wäre wohl aussichtslos, sagt er. «Wenn die Gemeinde nicht mehr mit uns zusammenarbeiten will, dann kann sie uns kündigen, daran ist nicht zu rütteln.» Dass der Bezirksrat nicht auf seinen Rekurs eingetreten sei, habe offenbar mit einem Formfehler der Anwältin zu tun, sagt Niederberger.

Doch wieso es zur Kündigung kommen musste, kann er bis heute nicht nachvollziehen. «Wieso wollte man uns loswerden? Welches Interesse steckt dahinter?», dies frage er sich. Von Seiten der Gemeinde Erlenbach war die Rede von «unkooperativem Verhalten». Dabei ging es um die Einhaltung von Garderobenregeln und Schwimmzeiten. Zu beiden Punkten seien keine Reklamationen direkt an ihn herangetragen worden, sagt Niederberger. Auch hätten – entgegen der Aussagen der Gemeinde – keine Abmahnungen stattgefunden. Trotz mehrfacher Nachfrage bei Liegenschaftenvorsteher Peter Keller (CVP) habe er von diesem bis heute keine Informationen zu den angeblich vorliegenden Beschwerdeschreiben erhalten. Er wisse einzig, dass sich eine andere Mieterin einmal wegen Überziehens der Schwimmzeit beschwert habe.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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