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Politik

Nicht jeder kann alles – das ist manchmal zum Haare raufen

«Wo Rüebli gesät sind, kannst Du keinen Spargel ernten.» Diese alte Bauernweisheit regt die Gedanken von Kolumnist Guy A. Lang an.

Es ist zum Verzweifeln! Warum kapiert der Idiot nicht, dass erst Name und Adresse erfasst werden müssen, dann erst sein Anliegen? Das kann doch nicht so schwer sein. Ich habe es  ihm schon tausendmal erklärt, dass dies wegen der geschäftsinternen Abläufe so sein muss.

Aber nein, er notiert, was die Person will und vergisst dann Name und Anschrift. Er will es einfach nicht verstehen. Dabei ist er doch sehr willig, freundlich und höflich. Vielleicht muss ich ihm eine leichtere Arbeit zuteilen. Doch hab ich ihn fürs Abnehmen der Telefonanrufe eingeplant, etwas anderes kann ich ihm nicht anbieten.

Sicher kennen Sie ähnliche Momente, in denen Sie der Verstand des Gegenübers fassungslos macht. Beruhigen Sie sich, es hat keinen Sinn auszuflippen, im Dreieck zu springen, sich die Haare auszureissen oder ihr Gegenüber zu erschlagen – das würde Sie höchstens einige Jahre hinter Gittern kosten.

Helfen tun solche emotionalen Ausbrüche rein gar nichts. Denken Sie einfach daran, dass nicht jeder alles können kann. Und greifen Sie aus Verzweiflung über die Dummheit nicht zur Flasche, so nach dem Motto von Wilhelm Busch: «Wer Sorgen hat, hat auch Likör». Alkohol hilft auch nicht, schlürfen Sie lieber eine Tasse duftenden Tee. (Guy A. Lang)

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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