Die Corona-Infektionen haben sprunghaft zugenommen, am Donnerstag meldete der Kanton Zürich 148 Fälle. Frau Rickli, wie schlimm ist die Lage?
Die Zahlen haben sich im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt. Wir haben also einen exponentiellen Anstieg, das ist besorgniserregend. Die Auswirkungen auf Spitalzahlen und Beatmungsplätze werden wir aber erst in einer oder zwei Wochen sehen. Wir werden deshalb jetzt nicht «dreinschiessen», sondern die Daten analysieren. Und dann wird nächste Woche der Covid-19-Sonderstab Massnahmen prüfen.
Wo stecken sich die Zürcherinnen und Zürcher an?
Am meisten Leute stecken sich immer noch im privaten Umfeld an. Allerdings kann uns nur etwa jede dritte Person sagen, wo sie sich infiziert hat. Die häufigsten Antworten: Haushalt, Arbeitsplatz, Freunde, private Events. Interessant sind die Firmen – viele haben sehr gute Schutzkonzepte. Wenn sich dort Leute anstecken, dann oft in Pausenräumen, wo sie nahe beieinander sitzen.
Und dann gibt es lokale Häufungen.

