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Politik

Der stille Aderlass am Arbeitsmarkt

Massenentlassungen wegen Corona machen Schlagzeilen. Doch unter dem Radar fliegen all jene Einzelschicksale von Mitarbeitern kleiner Firmen, die ihren Job verlieren. Es sind Zehntausende.

Baut General Electric in der Schweiz über 400 Arbeitsplätze ab, oder will die SRG 250 Vollzeitstellen einsparen, ist das mediale Echo landesweit vernehmbar. Hiesige Unternehmen haben seit Anfang April den Abbau von über 7000 Jobs angekündigt, wie eine  Auflistung  von Tamedia ergibt. Sie widerspiegelt den öffentlich wahrnehmbaren Teil der Stellenstreichungen.

Als Folge der Pandemie fallen aber auch zahllose Jobs im Stillen weg, vornehmlich in kleinen und mittelgrossen Firmen. Pro Betrieb trifft es eine kleine Zahl von Beschäftigten, in der Summe sind es Tausende.

«Ein himmeltrauriger Moment»

Eines dieser Corona-geschädigten KMU ist die Zürcher X-tra Production. Ihr Geschäftsleiter Jürg Burkhardt sah sich im August gezwungen, das Hotel X-tra zu schliessen. Neun Angestellte erhielten die Kündigung. Betroffen war auch der Leiter des Hotels, der seine Position 23 Jahre lang innehatte. «Glauben Sie mir, das war ein himmeltrauriger Moment, als ich ihm das mitteilen musste», erinnert sich Burkhardt.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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