Abo

Politik

Egger fordern Verlangsamung des Verkehrs

Am Donnerstag stellte die Gemeinde Egg die Revision des kommunalen Richtplans vor. Die anwesenden Einwohner machten sich in der Diskussion insbesondere für Temporeduktionen stark, so zum Beispiel auf «Raserstrecken» und «unübersichtlichen Kurven»​​​​​​​.

Der Egger Richtplan ist nur für die Behörden verbindlich. Auf die Grundeigentümer hingegen hat er keine direkten rechtlichen Auswirkungen. Trotzdem interessierten sich rund 70 Egger für die derzeitige Revision des kommunalen Richtplans und liessen sich am Donnerstagabend darüber informieren.

Diese Aufgabe übernahmen die Hochbauvorsteherin Bettina Baumgartner (FDP) und Peter von Känel vom Planungsbüro «Suter, von Känel, Wild», das die Revision des Egger Richtplanes und der Nutzungsplanung der Gemeinde begleitet und leitet. Die Richt- und Nutzungsplanung wird zwar koordiniert vorbereitet, wegen der Komplexität der beiden Projekte hat der Gemeinderat Anfang Jahr aber beschlossen, zwei separate Vorlagen daraus zu machen. Sie werden der Bevölkerung gestaffelt zur Abstimmung vorgelegt. Das Ziel ist, dass der revidierte Richtplan Ende 2021, Anfang 2022 in Kraft treten kann – die revidierte Nutzungsplanung ein Jahr später.

Übergeordnetes Recht

Von Känel erläuterte die Ziele der Revision und wies darauf hin, dass der kommunale Richtplan die unterste Stufe der Planung des Bundes, des Kantons und der Region darstelle. Bei der Revision seien deshalb die Vorgaben der übergeordneten Stellen einzuhalten. Der immer noch gültige Richtplan der Gemeinde stammt aus dem Jahr 2000 und ist damit nicht mehr zeitgemäss und nicht mehr konform mit den übergeordneten Bestimmungen. Hinzu kommt, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und heute fast 8800 Einwohner zählt. Das Siedlungsgebiet von Egg bietet Platz für rund 10'000 Einwohner. Da nicht mehr viel Bauland zur Verfügung steht, gilt es, zu verdichten.

«20-jährige wollen kein Auto mehr»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?