Grafstaler holt sich Bronze
Eigentlich hätte die internationale Mathematik-Olympiade (IMO) dieses Jahr in St. Petersburg stattfinden sollen. Die Pandemie erlaubte jedoch keine physische Durchführung, daher organisierte Russland einen virtuellen Wettbewerb. «Den internationalen Austausch liess sich das Schweizer Team aber nicht nehmen», schreibt der Verband Wissenschafts-Olympiade in einer Medienmitteilung.
Statt die Prüfungen zuhause zu schreiben, verbrachten die Schüler die IMO mit der befreundeten slowenischen Delegation am See Bled. Am 21. und 22. September fanden die zwei viereinhalbstündigen Prüfungen statt, welche aus je drei Aufgaben bestanden. Vier Bronzemedaillen gingen dabei dieses Jahr an Schweizer Teilnehmende.
Eine davon konnte der Grafstaler Raphael Angst ergattern, der derzeit die Zürcher Kantonsschule im Lee besucht. «Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere Teilnehmenden», lobt der Leiter Arnaud Maret. «Vier Medaillen und 100 Punkte für die Schweiz, das ist ein wunderbares Ergebnis.»
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4’000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. (zo)

