Rund 20’000 Personen sitzen derzeit in der Schweiz in Corona-Quarantäne. Das heisst: zehn Tage lang zu Hause bleiben, sich Lebensmittel liefern lassen, keine persönlichen Kontakte pflegen und Abstand halten – auch von anderen Menschen im gleichen Haushalt.
Diese einschneidende Massnahme zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat inzwischen schon über 100’000 Menschen in der Schweiz betroffen. Rund 30’000 wurden von den Behörden als sogenannte Kontaktpersonen eingestuft, die engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten.
Noch viel mehr, über 70’000, mussten die Quarantäne über sich ergehen lassen, weil sie aus einem Risikoland in die Schweiz zurückkehrten. Reisebranche, Wirtschaftsverbände und bürgerliche Parteien fordern darum seit Wochen, die Bestimmungen zu lockern – zumal die Ansteckungszahlen wieder leicht sinken (lesen Sie, wie sich die Pandemie in der Region entwickelt).
Kürzere Quarantäne, dafür mit Test
Nun haben Wissenschaftler im Auftrag der Covid-Taskforce des Bundes versucht, Aufwand und Nutzen der Quarantäne aufzurechnen, um die optimale Mischung zu finden. Das Fazit von drei ETH-Forschern, darunter das Taskforce-Mitglied Sebastian Bonhoeffer: Das Verhältnis verbessert sich, wenn die Quarantäne für Kontaktpersonen kürzer gehalten wird.

