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Der FC erhält sein neues Garderobengebäude

Die Pfäffiker Stimmbevölkerung hat dem Kredit in Höhe von 3,39 Millionen Franken für den Ersatzneubau des Garderobengebäudes Barzloo zugestimmt. Der Fussballclub kann nun die Früchte seiner Arbeit ernten.

So soll der Neubau auf dem Sportplatz Barzloo aussehen. Der Bezug ist auf Mai 2022 geplant.

PD

Der FC erhält sein neues Garderobengebäude

Wird der Fussballclub Pfäffikon in der Gemeinde bevorzugt behandelt, indem die Gemeinde ein neues Garderobengebäude für ihn erstellen will? Diese Frage zog im Vorfeld der Abstimmung ihre Bahnen durch Pfäffikon. Liegenschaftenvorsteherin Rajka Frei (SVP) stellte jedoch schnell klar: «Die Garderobe befindet sich im Besitz der Gemeinde. Es ist unsere Aufgabe, unsere Liegenschaften zu erhalten.»

Nun hat die Bevölkerung entschieden: Der FC wird sein neues Garderobengebäude erhalten. Mit 3299 Ja- zu 1687 Nein-Stimmen fiel der Entscheid für den Baukredit in Höhe von 3,39 Millionen Franken deutlich aus. Eine Erleichterung für Rajka Frei. «Ich dachte, es werde knapper», sagt sie.

Grosser Einsatz des FC

Lange Zeit sei sie sich sicher gewesen, dass die Vorlage angenommen wird. Da sich jedoch so kurz vor der Abstimmung noch Skeptiker mit Vorwürfen an die Medien gewandt haben, sei diese Sicherheit ins Wanken gekommen. «Da habe ich mich gefragt: Wie viele solcher Kritiker schlummern wohl noch in der Bevölkerung?» Nun sei es umso schöner, den Neubau realisieren zu können, und nicht doch auf eine Totalsanierung ausweichen zu müssen.

Für Giovanni Marti, interimistisches Vorstandmitglied der neu gegründeten IG Sport Pfäffikon, ist das Resultat ein klares Bekenntnis für den Fussball und allgemein den Sport in Pfäffikon. «Ein Freudentag, der fast nicht besser hätte sein können», fasst er zusammen. 

Das Grundstück mit den Fussballplätzen und das Garderobengebäude sind Eigentum der Gemeinde Pfäffikon, welches es dem FC zur Verfügung stellt. Das in den Jahren 1971 erstellte und 1991 erweiterte Garderobengebäude steht jedoch auf ungünstigem, ungefestigten Boden. Dies hat in der Vergangenheit zu Rissen im Mauerwerk geführt und das Flachdach lässt schon seit längerer Zeit Feuchtigkeit eindringen. Aufgrund der schlechten Ausgangslage wurde eine Totalsanierung schnell ausgeschlossen.

Im Neubau sind acht Garderoben mit Duschen geplant. Diese Anzahl sollte auch längerfristig den Ansprüchen genügen. Zudem ist ein grösserer Raum für ein «Club-Beizli» mit kleiner Küche vorgesehen. Die Gemeinde stellt nur den Raum zur Verfügung. Für den gesamten Innenausbau ist der FC verantwortlich. Zudem zahlt er 250’000 an die Baukosten. Auch der Sportfonds beteiligt sich mit rund 340’000 Franken.  Der Baubeginn soll im Mai nächsten Frühling stattfinden, der Bezug soll genau ein Jahr später möglich sein.

Das Resultat freut aber vor allem Max Hächler, Präsident des FC Pfäffikon. «Wir haben viel investiert und diverse Aktionen für den Abstimmungskampf organisiert.» So gab es neben Plakaten und Flyern auch Videobotschaften von diversen Pfäffiker Persönlichkeiten, die sich für ein Ja an der Urne einsetzten. Zudem fand ein Aktionstag statt, an dem die FC-Junioren durch die Gemeinde zogen und auf ihr Anliegen aufmerksam machten.

Sich nur auf die gute Verankerung des Vereines in der Gemeinde zu verlassen – darauf hätte er es nicht abkommen lassen wollen. «Nun können wir sagen, wir haben alles probiert.»

Fussball boomt weiter

Auch die Ortsparteien und die Rechnungsprüfungskommission stellten sich hinter das geplante Garderobengebäude, das nun gebaut werden kann. «Die Freude ist riesig», sagt Hächler. «Ein Neubau erleichtert uns den Spielbetrieb enorm. Vor allem die Mädchen- und Frauenmannschaften haben es im Moment schwer, was den Platz angeht.»  Gleichzeitig boome der Fussball nach wie vor. Die Zahl der Mitglieder von rund 700 Personen – 450 davon Junioren – würde stetig weiter steigen.

Mit dem Vorwurf der Bevorzugung des FC kann auch Max Hächler nicht viel anfangen. «Es war schliesslich nicht unsere Idee, ein neues Garderobengebäude zu bauen.» Und Kosten würden so oder so entstehen. Aber: «Es ist das Recht jedes einzelnen, dagegen zu stimmen.»

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