Noch haben die Bauarbeiten für den Kreisel bei der reformierten Kirche Turbenthal nicht begonnen. Dennoch sorgt die mögliche Verkehrsführung während der Bauphase bereits für hitzige Diskussionen. Eine Variante sieht vor, die Tösstalstrasse nach Wila auf der Höhe des Durchlasses des Chatzenbachs in Turbenthal zu sperren. Damit würde die Achse Turbenthal-Wila unterbrochen.
In Kollbrunn keine Sperrung
Nun scheint der Kanton sich für diese Variante entschieden zu haben. Wie der Wilemer Gemeindepräsident Hans-Peter Meier (SVP) mitteilt, habe der Kanton seine Gemeinde kürzlich darüber informiert, dass die Tösstalstrasse nach Wila gekappt werden soll. Der Gemeinderat Wila werde diese Vollsperrung nicht akzeptieren und dagegen Rekurs einlegen, so Meier. «Der Kreisel in Kollbrunn wurde auch innert einer Saison mit allen offenen Achsen ohne Staus bestens erstellt.»
«Die ganze Laufkundschaft aufgrund des Durchgangsverkehrs würde wegfallen.»
Hans-Peter Meier (SVP), Gemeindepräsident Wila
Bereits als Ende Juni öffentlich wurde, dass diese Verkehrsführung als mögliche Variante im Spiel ist, hat die Gemeinde Wila mit einem Rekurs gedroht und sich mit einem Brief an Baudirektor Martin Neukom (Grüne) gewendet. Meier sagte damals, dass diese Kappung samt Umfahrung negative Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Pendler und das lokale Gewerbe habe. «Die ganze Laufkundschaft aufgrund des Durchgangsverkehrs würde wegfallen.» Der Verkehr solle stattdessen mit Ampeln an der Kreiselbaustelle vorbeigeführt werden.

