77 maskierte Stimmberechtigte kamen am Montagabend trotz Corona-Schutzkonzept zur Weisslinger Gemeindeversammlung. Als erstes Geschäft präsentierte Gemeindepräsident Andrea Conzett (WF) die Jahresrechnung 2019. Diese schliesst bei einem Aufwand von 19,3 Millionen Franken und einem Ertrag von knapp 20,5 Millionen Franken mit einem Plus von 1,2 Millionen Franken.
Diese Zahlen seien erfreulich, konstatierte Conzett. «Verglichen mit dem kantonalen Durchschnitt haben wir ein hohes Nettovermögen.» Die Steuerkraft sei jedoch weiterhin unterdurchschnittlich und in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales lagen die Kosten etwas höher als budgetiert.
Nur ein Drittel der Investitionen getätigt
Dass die Rechnung dennoch mit schwarzen Zahlen schliesst, sei auf das tiefe Investitionsvolumen zurückzuführen. Da sich mehrere Projekte verzögerten, konnten nur 35 Prozent der budgetierten Investitionen umgesetzt werden. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) kritisiert daher die Investitionsplanung des Gemeinderats. «Wir nehmen uns das zu Herzen», so Conzett.
Die Stimmberechtigten schien dieser Umstand jedoch nicht zu beunruhigen. Sie genehmigten die Rechnung ohne Gegenstimme.

