«Wir wollen eine starke Stimme sein»
Eine Interessensgesellschaft, die sich für die Sportanliegen in Pfäffikon einsetzt – seit Andi Räz im letzten Sommer das Präsidium des Unihockeyclubs ZO Pumas übernommen hat, liess ihn diese Idee nicht mehr los. Ein erstes Treffen mit anderen Vereinen habe daraufhin stattgefunden, das Vorhaben wurde immer konkreter. «Doch wegen Corona musste vieles verschoben werden», sagt er.
Erst vor einem Monat war es dann soweit: Die neue IG Sport konnte an der Gründungsversammlung ins Leben gerufen werden. Diese hatte coronabedingt im kleinen Rahmen stattfinden müssen. «Anwesend waren zehn Personen aus sechs Vereinen», erzählt Andi Räz. Als interimistische Vorstandsmitglieder haben sich neben ihm auch Vereinskollege Giovanni Marti sowie der Pfäffiker Fussballclub-Präsident Max Hächler zur Verfügung gestellt.
Mehr gegenseitiges Verständnis
In seinem ehemaligen Wohnort Egg habe Räz gesehen, was eine IG Sport für eine Bedeutung für eine Gemeinde haben kann. «Dort hat genau dieser Zusammenschluss und das gemeinsame Zusammenwirken verschiedenster Vereine grossen Fortschritt und gegenseitiges Verständnis gebracht.»
Es gebe viele Bereiche, die über eine starke Lobby verfügen. Der Sport kenne aber vielerorts national, kantonal und eben auch kommunal keine derartige Organisation. «Mit der IG Sport Pfäffikon sollen somit alle Vereine vertreten sein und ihre Bedürfnisse und Meinungen äussern können», sagt Räz. «Wir wollen eine starke Stimme für den Sport sein.»
Dass die Vereinsgründung rund einen Monat vor der Abstimmung über den Baukredit für die Garderobe Barzloo erfolgt ist, sei zwar nicht so geplant gewesen. Aber: «Dies ist eine erste gute Gelegenheit für die Sportvereine in Pfäffikon, Flagge zu zeigen für eine gute Infrastruktur.»
Unterstützung mit historischen Gründen
Dass diese erste Abstimmung gerade den Fussballclub betreffe, sei demnach ebenfalls Zufall. Stimmen aus dem Volk, man würde den FC bevorzugt behandeln, relativiert Räz. «Es ist zwar so, dass nicht alle Vereine in Pfäffikon gleichermassen durch die Gemeinde unterstützt werden. Das hat historische Gründe und hängt auch damit zusammen, dass die Vereine teilweise wohl einfach akzeptiert haben, dass es halt so ist.» Eine wichtige Aufgabe der IG Sport werde es sein, mit der Gemeinde den Dialog zu suchen, um genau solche Themen zu besprechen und zu optimieren.
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12.07.2020

Pfäffiker haben letztes Wort
Das Pfäffiker Stimmvolk stimmt am 27. Beitrag in Merkliste speichern Als Präsident der ZO Pumas sei Andi Räz keinesfalls neidisch. «Jedes sinnvolle Projekt für den Sport sollte unterstützt werden. Heute ist es der Fussballclub, morgen vielleicht der Unihockeyverein und übermorgen der Tennisclub oder der Turnverein.»
Neue Sportlerehrung
Neben der Koordination und Bündelung der Anliegen der Pfäffiker Sportvereine will die neue IG auch einen «Sportmorgen» organisieren, an dem das Angebot in der Gemeinde den Einwohnern präsentiert wird. Zudem soll künftig ein Sportler beziehungsweise eine Sportlerin des Jahres gekürt werden. «Gerade solche Ehrungen wollen wir in Zusammenarbeit mit der Gemeinde vornehmen», sagt Räz. «Dazu suchen wir mit den zuständigen Gemeinderäten das Gespräch.»
Nun gelte es, alle Vereine zur Mitgliedschaft zu bewegen. Derzeit sind auf der Website der IG neben dem Fussballclub und den ZO Pumas auch die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG Pfäffikon), der Tennisclub und der Turnverein eingetragen.
Rechnet man die Mitglieder dieser Vereine zusammen, ergibt dies bereits eine stolze Zahl: Rund 1500 Sportlerinnen und Sportler werden durch die IG repräsentiert. Doch damit nicht genug. «Wir haben alle Vereine – auch die kleineren – angeschrieben und Unterlagen verteilt», sagt Räz.
Für die erste, offizielle Versammlung der IG Sport, an der auch der Präsident samt Vorstand gewählt wird, gebe es noch kein konkretes Datum. Es soll aber noch in diesem Jahr soweit sein.
Weitere Informationen unter www.igsport-pfaeffikon.ch.
