Corona, Corona und noch einmal Corona. Egal, in welcher Branche oder Berufsgruppe – Anpassungen an den Virusverlauf sind dieses Jahr nötig. So auch in den Frei- und Seebädern der Region. Die meisten Badis im Zürcher Oberland konnten ihre Tore aufgrund des Lockdowns und der Erarbeitung von Schutzkonzepten erst später als geplant eröffnen. Doch wie lief die Corona-Saison danach, ist eine Verlängerung vorgesehen? Ein Überblick.
Schwimmbad Meierwiesen, Wetzikon
Im Schwimmbad Meierwiesen in Wetzikon können Badegäste am Samstag, 19. September, zum letzten Mal das kühle Nass geniessen. Danach ist Schluss – eine Verlängerung der Saison, etwa aufgrund der verspäteten Eröffnung, war nie ein Thema, wie Corsin Camenisch, Leiter Sport und Freizeit der Stadt Wetzikon sagt. «Die Erfahrung zeigt, dass das Besucheraufkommen ab Ende August jeweils rasch abnimmt. Für eine Saisonverlängerung braucht es zudem entsprechende materielle, personelle und energetische Ressourcen.» Eine Öffnung der gesamten Infrastruktur über die Saison hinaus wäre nicht nachhaltig gewesen, wie Camenisch weiter sagt.
Zu den besten Jahren gehöre die Saison 2020 nicht. Dank dem guten Wetter im Juli und August fiel das Ergebnis aber nicht so schlecht aus, wie angesichts der Umstände befürchtet. «Die Besucherzahlen im Juli und August waren gegenüber anderen Jahren deutlich höher», so Camenisch. Mittels Eintrittszähler wurde in den Bädern aufgezeigt, wie viele neue Besucher noch Platz hätten. «Diese Neuerung wurde von den Gästen gut aufgenommen. Wir überlegen uns, ob wir dieses System auch künftig beibehalten möchten.»

