Am Ende, als der Blumenschmuck an den Fenstern fehlte, wirkte die leerstehende «Krone» seelenlos. Es wurde offensichtlich, was der Hausbesitzer Ernst Bärtschi einst gegenüber der Lokalzeitung gesagt hatte, dass die Substanz des Gebäudes in einem schlechten Zustand sei. 1850 erbaut, hatte es auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Viel ist nicht bekannt über seine erste Zeit. Doch in der Erzählung «Erinnerungen an meine zwei Schuljahre im Tösstal, Schulkreis Neubrunn 1908 bis 1910» beschreibt Hermann Riedweg, wie er einst im Frühjahr als junger Lehrer im Dorf ankam. Er konnte damals nicht wie vorgesehen das Zimmer im Restaurant Kägi (früherer Name der «Krone») beziehen, weil Wirtin Marie Kägi gerade im Wochenbett lag.
Die lange Ära der Familie Stahel
Die Familie Kägi blieb bis 1926 in der Wirtschaft, zu der noch ein Stickerei-Anbau sowie ein Stall mit Scheune gehörten. Wann die Umbenennung in «Krone» erfolgte, ist nicht ganz klar. Womöglich zur der Zeit, als ein Rudolf Kappeler zwei Jahre lang den Gebäudekomplex besass.
1928 kaufte Wilhelm Graf-Schlumpf die Liegenschaft, und führte die Wirtschaft bis 1955. Danach wurde er abgelöst von seiner Tochter Josefine «Fine» und deren Ehemann Ernst Stahel. Emmi Bärtschi, älteste Dorfbewohnerin und Mutter von Ernst Bärtschi, kann sich daran noch gut erinnern: «Fine war eine bodenständige Person, ich vermisste sie sehr, als sie starb.»

