Was vor einigen Wochen wohl noch kaum jemand für möglich gehalten hatte, wurde dieses Wochenende Tatsache. In Illnau stand die erste Chilbi in diesem Herbst an.
Dass zu diesem Dorffest, das in den letzten Jahren zwischen 20'000 und 30'000 Besucher anlockte, nicht die ganz grosse Meute erscheinen würde, war zu erwarten. Die Organisatoren hatten sich dies auch gar nicht erhofft. Dies, da sie bewusst einen Jahrmarkt im Kleinformat initiiert hatten. Und weil die Besucher sich über das Areal verteilen, hat die Stadt Illnau-Effretikon denn auch grünes Licht gegeben – trotz gestiegener Corona-Fallzahlen.
Auf Distanz
Ein grosser Andrang herrschte entlang der Länggasse kaum, obschon manch ein Skeptiker befürchtet haben dürfte, dass sich Menschentrauben bilden, die dann eine weitere Verbreitung des Virus begünstigt hätten. Die Chilbigänger hielten Abstand und so taten es auch die Betreiber der rund 30 Markt- und Essensstände, die für einmal nicht Wand an Wand, sondern deutlich weiter auseinander aufgebaut waren. Und auch vor den sieben Bahnen standen Kinder und Erwachsene anständig Schlange und auch dies in vorgegebener Distanz zueinander.
Im Vorfeld rechnete Chilbi-Chef Ueli Fürst mit zahlreichen Besuchern. Eine genaue Schätzung möchte der Veranstalter aber nicht abgeben, er konstatiert aber: « Die Illnauer kommen, wenn ein Fest gefeiert wird. » Die Besucher seien sehr dankbar für die Abwechslung im Corona-Alltag gewesen.

