Geborgenheit – ein starkes Gefühl, ein Gefühl, das Selbstvertrauen, Kraft und Zuflucht vermittelt. In der Heimat fühlt man sich geborgen, in der Freundschaft ebenso. Urvertrauen, ohne Wenn und Aber. Dennoch bestehen Unterschiede: Nicht nur, dass jeder Mensch anders empfindet, dass jeder eine andere Vorstellung von Sicherheit sein eigen nennt. Dazu kommt, dass Freundschaft selber gewählt ist, Heimat hingegen durch Geburt, also – etwas salopp formuliert – durch Zufall gegeben ist.
Dennoch sind beide extrem wichtig für Menschen. Ohne Freundinnen und Freunde werden sie meist zu murrenden, unzufriedenen Einzelgängern. Und ohne Heimat fühlen sie sich irgendwo zwischen den Welten und nirgends zugehörig. Hier geht es nicht um die individuellen Definitionen der beiden Begriffe.
Hier geht es um die Wichtigkeit im Allgemeinen. Nicht umsonst haben ihnen Dichter, Musiker und Philosophen zahlreiche Werke gewidmet. Etwa Smetana in seinem Zyklus «Mein Vaterland» mit der «Moldau» oder Schiller und Goethe in verschiedenen Texten.
Klar, nicht nur so genannte Klassiker, auch aktuelle Künstler besingen die Freundschaft. Etwa Pink Floyd mit «Wish You Were Here» oder Queen mit «Friends will be Friends», gesungen von Freddy Mercury. (Guy A. Lang)

