Die Zeichen standen für Gemeinderätin Katharina Fenner (FDP) am Montagabend von Beginn weg schlecht. Der Hochbauvorsteherin kam die schwierige Aufgabe zu, den Projektierungskredit in der Höhe von 200'000 Franken für den Umbau des Schlossguets den 244 anwesenden Stimmberechtigten schmackhaft zu machen.
«Wir haben uns für eine kostengünstige und pragmatische Variante entschieden», sagte sie während ihrer Präsentation zum anvisierten Umbau der Scheune. Dieser sah vor, die bestehende Wohnung im Schlossguet zu renovieren. Im Mitteltrakt des Gebäudes hätte die Bibliothek auf zwei Etagen untergebracht werden sollen.
Im Rest wären Büroräumlichkeiten geplant gewesen, welche die Gemeinde hätte vermieten können. Der spätere Kostenaufwand hierfür: rund 2,8 Millionen Franken. Und hier schieden sich bereits die Geister.
Gegner in den eigenen Reihen
Die Gegner Fenners beziehungsweise der Projektgruppe Schlossguet sassen in der Grosshalle Tösstal in den eigenen Reihen. Zu ihnen zählte kein geringerer als Gemeindepräsident und Finanzvorstand Georg Brunner (FDP). Er stand zwar als Mitglied des Gemeinderats offiziell hinter dem Geschäft, inoffiziell hatte er im Vorhinein jedoch bereits alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Projekt zu beerdigen.

