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Pfäffiker Seestrasse wird definitiv zur Sackgasse

Mit dem Schleichverkehr auf der Seestrasse in Pfäffikon ist bald Schluss. Mit der Beruhigung der neuen Begegnungszone soll auch der Verkehr durch das Dorf flüssiger laufen.

Seit Beginn der Bauarbeiten auf der Kempttalstrasse ist die Seestrasse eine Sackgasse. , Dies soll nun zum Standard werden. Damit wird die Lichtsignalanlage hinfällig. , Mit der Sperrung der nördlichen Ausfahrt der Seestrasse wird der Schleichverkehr bekämpft.

Foto: Lea Chiapolini

Pfäffiker Seestrasse wird definitiv zur Sackgasse

Obwohl die Pfäffiker Seestrasse seit rund einem Jahr offiziell eine Begegnungszone ist, gibt es nach wie vor viele Autofahrer, die sich nicht an die Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern halten. Auch das Thema Parkplätze, beziehungsweise Wildparkieren, sei ein Problem, sagte René Iten, Leiter des Pfäffiker Bauamts, bereits Anfang Jahr.

«Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass sich Fussgänger durch Motorfahrzeuge in der Seestrasse gestört und eingeschränkt fühlen», schreibt der Gemeinderat nun in seiner neusten Mitteilung. Zudem habe der Schleichverkehr zugenommen. «Viele benutzen die Seestrasse als Abkürzung und befahren diese dann oftmals zu schnell», so der Gemeinderat weiter.

Bedingt durch die Sanierung der Kempttalstrasse ist die Ausfahrt von der Seestrasse seit April und noch bis November gesperrt. Auch während des Wochenmarktes bleibt sie jeweils zu. «Dies trägt wesentlich zu einer Entlastung der Seestrasse bei», sagt Gemeindeschreiber Hanspeter Thoma. «Bis heute hat die aktuelle Sperrung der Ausfahrt zu keinen negativen Auswirkungen geführt.»

«Die Stimmen, die sich für eine Sackgasse eingesetzt haben, sind nie ganz verstummt.»

Hanspeter Thoma, Gemeindeschreiber

Darum hat sich der Gemeinderat nun dazu entschieden, die Seestrasse definitiv in eine Sackgasse zu verwandeln. Als Vorteil werden nicht nur die positiven Auswirkungen auf die Begegnungszone Seestrasse aufgeführt, sondern auch auf den Durchgangsverkehr auf der Hauptachse durch das Dorf: «Der Verkehr wird flüssiger, da er durch ein Rotlicht weniger unterbrochen wird.»

Überlegungen, die Seestrasse als Sackgasse oder ganz verkehrsfrei zu gestalten, gebe es schon seit Jahren, sagt Hanspeter Thoma. «Die Stimmen, die sich dafür eingesetzt hatten, waren jedoch immer in der Minderheit. Trotzdem sind sie nie ganz verstummt.» Zudem haben sich die ansässigen Gewerbetreibenden im Rahmen des Workshops «Belebung Innenstadt Pfäffikon» im Juli dafür ausgesprochen, den Durchgangsverkehr zu unterbinden.

Gastronomie mit mehr Gewicht

«In der Brust des Gewerbevereins schlagen zwei Herzen», sagt Vereinspräsident Werner Hotz. Einerseits sei man darauf bedacht, alle Geschäfte möglichst zugänglich zu halten. Andererseits seien Gastronomiebetriebe auf eine attraktive Aussenfläche angewiesen. «An der Seestrasse macht die Gastronomie einen grossen Teil des Gewerbes aus, darum macht eine Schliessung durchaus Sinn.»

Gegen Pläne, die Seestrasse komplett in eine Fussgängerzone zu verwandeln, habe man sich aber seit je her gewehrt. «Und das wäre weiterhin nicht in unserem Interesse», sagt Werner Hotz. «Aber von Schleichverkehr profitiert niemand.» Wichtig sei den Gewerblern dabei gewesen, dass die Zufahrt zum Parkplatz Dorfmärt offen bleibt.

«Für uns war das Projekt Seestrasse eigentlich schon abgeschlossen», sagt Hanspeter Thoma. Es sei eine Freude gewesen, zuzusehen, wie die Bevölkerung die Begegnungszone immer mehr in Besitz nimmt.

Mit dem Start des neuen Wochenmarktes habe die Diskussion um das Verkehrsregime dann wieder neue Fahrt aufgenommen. «Und nicht zuletzt durch die aktuelle Strassensperrung hat man gemerkt, dass diese Verkehrsführung funktioniert.» Da bisher keine Beschwerden eingegangen sind, geht der Gemeinderat davon aus, dass sich das temporäre Verkehrsregime grundsätzlich bewährt.

Kosten müssen selber getragen werden

Seitens des Kantons gebe es keine Einwendungen, doch ist gemäss Strassengesetz eine öffentliche Ausschreibung nötig. Zudem verursacht die Sperrung Kosten von rund 70‘000 Franken. «Einerseits werden die Ampeln demontiert», sagt Gemeindeschreiber Thoma. Andererseits müssen die verbleibenden Ampeln auf der Kempttal- und Hochstrasse umprogrammiert werden. «Dabei handelt es sich zwar um Kantonsstrassen, doch da wir die Mehrkosten auslösen, müssen auch wir sie aus dem eigenen Sack zahlen.»

Bevor die Seestrasse am nördlichen Ende jedoch mit Pfosten komplett für den Verkehr gesperrt werden, muss die Buslinie 830 aufgrund der Bauarbeiten auf der Kempttalstrasse noch während einigen Wochen über die Seestrasse umgeleitet werden.

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