Joël Brunner steht in seinem Zimmer am Schreibtisch, vor ihm liegt ein grosses Mischpult. Flink huschen seine Finger über die Schaltfläche, drücken verschiedene Tasten, bedienen die Schieberegler oder drehen gekonnt eines der beiden Bedienräder – die sogenannten Jogweels.
Auf dem Computermonitor kann man mitverfolgen, wie das Mix-Programm Joël Brunners analoge Befehle digitalisiert. Das Ergebnis wummert aus den Lautsprechern. Ein Sound, der so manchem Zürcher Nachtclub Ehre machen könnte.
Lange darauf gespart
Das Mischpult ist der ganze Stolz des 20-Jährigen. «Ich habe es mir zum 18. Geburtstag gekauft», erklärt er. Es sei aber relativ teuer gewesen, weshalb er lange darauf habe sparen müssen. «Immer an Weihnachten und Geburtstagen habe ich Geld auf die Seite gelegt. Den Rest habe ich mir durch jobben dazuverdient. Irgendwann waren es dann 1200 Franken.»
Er habe sich bewusst für ein gutes und teureres Modell entschieden, betont Brunner. Er kann sich noch gut an sein erstes Mischpult erinnern. «Es war sehr günstig und ich konnte nicht einmal meine Kopfhörer anschliessen.» Sein jetziges entspricht vom Standard her den Geräten von Profi-DJs, hat die gleichen Funktionen und ist lediglich etwas kleiner.

