Gemeinderat treibt Aathal-Brücke voran
Zu Beginn klang es nach einer Utopie: Eine Fussgängerbrücke von einem Hang zum andern über die gesamte Breite des Aatals – und auch noch über den gleichnamigen Bahnhof hinein.
Als der Gemeinderat Seegräben seine Ideen der Bevölkerung erstmals präsentierte, stiess das Projekt sofort auf Interesse. Und, so der Gemeinderat, auch auf breiten Zuspruch. Also plant er nun den nächsten Schritt.
Seegräben, Aathal, Sack
Seegräbens Topographie ist eine knifflige Ausgangslage, um die Bevölkerung zusammenzuhalten. Da ist der Ortsteil Seegräben, idyllisch am See gelegen. Dann gehts runter ins Aatal, dem man Idylle kaum nachsagen kann. Eine der stärkstbefahrenen Strassen des ganzen Kantons beschert dem einstigen Industriezentrum eine permanente Blechlawine.
Doch bringt man das Tal hinter sich, wartet auf der anderen Seite der malerische, ländliche Ortsteil Sack mit vielen Einfamilienhäusern und einer alten Internatsschule.
Der Sack ist abgeschnitten
Dieser Ortsteil sei geographisch faktisch von den übrigen Ortsteilen abgeschnitten, findet der Gemeinderat. Deshalb hat er sich grundsätzlich schon auf die Fahne geschrieben, in der laufenden Legislatur die Anbindung des Sacks zu verbessern.
Dazu kommt das Bauprojekt der Arealentwicklerin Hiag neben dem Bahnhof, das wegen eines geplanten Coop Bau + Hobbys und Supermarkt Mehrverkehr auf die Strasse Richtung Sack bringen dürfte. Diese ist allerdings auch ein Schulweg, was den Säcklern Sorgenfalten bereitet.
Die Bestvariante wird weiterverfolgt
Die Fussgängerbrücke könnte also gleich mehrere Probleme beheben. Deshalb beauftragte der Gemeinderat bereits im Februar letzten Jahres eine Firma für ein Variantenstudium, das zu besagter Präsentation führte. Die positive Haltung der Seegräbner, aber auch «ermutigende» weitere Abklärungen mit den kantonalen Stellen wie auch bezüglich Finanzen leiten den zweiten Schritt ein.
Der Gemeinderat will nun den Prozess vorantreiben, aber auch eine grössere Kostengenauigkeit erhalten. Deshalb lästt er nun die Bestvariante aus der Studie als Vorprojekt erarbeiten. Das kostet 47’000 Franken, wie die Behörde mitteilt. Den Betrag hat er in Eigenkompetenz gesprochen. (kö)

Ohne Brücke src=”https://d2e1s0mc2ui2l2.cloudfront.net/zom/archiv/media/2020/09/03/191013_aathal-blick-tal-final_preview_0.jpg?itok=ftf25bjl” width=”994″ height=”559″ alt=”mit brücke” class=”no-tts image-style-np8-full” /> Mit Brücke
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