Das grosse Problem für unseren Elefanten ist, dass er Mühe hat, eine Maske zu finden. Der Rüssel ist zu lang. Und doch sind die Ferien auch für ihn zu Ende, er muss zurück. Nun hat er auch eine stattliche Grösse. Den gebotenen Abstand zu wahren, ist nicht einfach. Kurzerhand hat er einen Lastwagen – die Taxis waren alle zu eng – gemietet und lässt sich geruhsam nach Hause schaukeln. Zufrieden sieht er aus.
Soweit meine Geschichte. Doch dann: «Was Du Dir da ausgedacht und aufgeschrieben hast, ist völliger Quatsch und stimmt überhaupt nicht!» Die Botschaft klang verärgert, der Absender – obiger Lastwagenchauffeur – war ziemlich entrüstet. «Dieser Elefant war weder in den Ferien, noch ist er von dieser schrecklichen Krankheit bedroht», meinte er.
Er habe den Auftrag, das schwere Tier zu einem neuen Stall zu führen und das habe überhaupt nichts mit Corona zu tun. Da Asphalt für die empfindlichen Füsse schlimm sei, dürfe er ihn auf dem Wagen transportieren. So würden seine zarten Sohlen geschont.
Ich gelobte Besserung und versprach, das nächste Mal beim Anblick eines Bildes besser zu recherchieren und nicht meinen ersten Gedanken – offensichtlich gedankenlos – niederzuschreiben. Oder hab ich mir den Chauffeur auch nur eingebildet? (Guy A. Lang)

