Turbenthal zählt zu den finanzschwächsten Gemeinden des Kantons Zürich. 2021 wird sie gut 14 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich erhalten. Diese Beiträge sind jeweils etwa gleich hoch wie die gesamten Steuererträge der Politischen und der beiden Schulgemeinden zusammen.
Seit 2010 beträgt der Gesamtsteuerfuss 122 Prozent. Doch das soll sich nun ändern. Wie Gemeindepräsident Georg Brunner (FDP) in einer Pressemitteilung schreibt, sei dieser Steuerfuss nicht mehr zu halten. Zu diesem Schluss kommt die Finanzkommission, die sich aus den Finanzvorstehern und den Präsidenten der Politischen Gemeinde und der beiden Schulgemeinden und aus Vertretern der Rechnungsprüfungskommission (RPK) zusammensetzt.
126 Prozent ab 2021
Die Finanzplanung 2021 bis 2026 zeige bei den Schulen strukturelle Defizite und eine Zunahme der Verschuldung, welche zusätzliche Einnahmen erforderlich machen, schreibt Brunner. Eine Steuererhöhung bei der Primar- und der Sekundarschule von je 2 Prozent sei deshalb unumgänglich. Der Gesamtsteuerfuss würde ab 2021 somit 126 Prozent betragen.
«Auch bei der Politischen Gemeinde ist ab 2022 mit einem grösseren strukturellen Defizit zu rechnen.»
Georg Brunner (FDP), Gemeindepräsident und Finanzvorstand Turbenthal

