Der Plan von Sarah Meier-Lorente stand schon seit geraumer Zeit: Am Sonntag, 6. September, wollte sie sich mit ihren Freunden und ihrer Familie in Fehraltorf treffen, um dann mindestens vier Mal um den Fischerweiher zu joggen. Danach war ein Spaghetti-Plausch geplant.
Was wie ein spassiges Freizeitprogramm tönt, wäre eigentlich die diesjährige Version des Pink Ribbon Charity Walks, ein Benefizlauf für Brustkrebserkrankte, gewesen. Dieser findet aufgrund des Coronavirus nicht im Kollektiv statt, sondern kann von den angemeldeten Personen individuell gestaltet werden(siehe Box).
Nun macht das Virus Sarah Meier-Lorente einen Strich durch die Rechnung: «Wenige Tage vor unserem Lauf wurden wir darüber informiert, dass mein Mann positiv getestet wurde. Die gesamte Familie muss bis mindestens am 8. September in Quarantäne.»
Pink Ribbon
Ziel der Pink Ribbon Bewegung ist es, auf die Wichtigkeit der Früherkennung aufmerksam zu machen. Mit verschiedensten Solidaritätsevents wurden bereits über 1,8 Millionen Franken für Brustkrebsprojekte und die Forschung gesammelt. Normalerweise findet der Pink Ribbon Charity Walk im Zürcher Letzigrund statt. Von dort aus starten tausende Menschen, um vier Kilometer zu rennen, gehen oder walken. Dieses Jahr rennen die Teilnehmer für sich selber, können ihre Bilder und Kilometer dann online stellen. Weitere Informationen, auch eine Anleitung zum Abtasten der Brüste, sind unter www.pink-ribbon.ch zu finden.

