Der Absturz der Ju-52 vor zwei Jahren in den Büdner Alpen ist auf menschliches Versagen zurückzuführen. Dies geht aus dem vorläufigen Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hervor. Laut diesem haben die beiden Piloten die Kontrolle über das Flugzeug selbstverschuldet verloren. Der bisher unveröffentlichte Bericht, der sich noch in der Vernehmlassung befindet und Ende Oktober oder Anfang November öffentlich publiziert werden soll, liegt der «Sonntags Zeitung» vor.
Über mehrere 100 Seiten äussern sich die Sicherheitsexperten über mögliche Ursachen des Absturzes, bei dem am 4. August 2018 20 Menschen ums Leben kamen. Laut Bericht begingen die Piloten «leichtsinnig Regelbrüche» und legten immer wieder ein «risikoreiches Verhalten» an den Tag.
Riskante Fliegerei
Die Tragödie habe nicht aufgrund falsch eingestellter Fluginstrumente oder von Rost am Material geschehen können, wie die «Sonntags Zeitung» schreibt. Auch die Höhenmesser des Oldtimer-Flugzeugs lieferten die richtigen Werte. Zum Absturz sei es vielmehr aufgrund von menschlichen Fehlverhaltens gekommen. «Die Maschine der Ju-Air sei von den beiden Piloten «hochriskant geflogen» worden – und zwar nicht nur beim Absturz, sondern bereits mehrfach zuvor», heisst es.

