Das Interesse an der etwas in Vergessenheit geratenen Lokalhistorikerin Hedwig Spahr-Lüssi war erfreulich gross. Jedenfalls wurden die aufmarschierenden Seniorinnen und Senioren am Donnerstagnachmittag in die reformierte Kirche geleitet, nicht wie ursprünglich vorgesehen in den Chiletreff. Hier konnten die gebotenen Abstände besser eingehalten werden, Masken wurden gratis abgegeben.
Es sei der erste Anlass der Reformierten Kirche Turbenthal-Wila und der Katholischen Kirchgemeinde Turbenthal-Wila-Wildberg seit der Corona-Pause, sagte Christiane Tüscher bei der Begrüssung. Für sie selbst war es der letzte, bei dem sie aktiv mitwirkte. Aufgrund ihres Wegzuges nach Illnau scheidet sie aus dem Vorbereitungsteam aus. Sie wurde von Margreth Koch mit einem Blumenstrauss verabschiedet.
Neugierige Hausfrau und Mutter
Wolfgang Wahl illustrierte sein Referat mit Bildern aus dem Leben von Hedwig Spahr-Lüssi. Sie wurde am 4. April 1900 in Wila geboren und wuchs mit vier jüngeren Geschwistern im Riegelhaus unterhalb der Kirche auf. Ihr Vater Hermann Lüssi war Gemeindeammann in Wila und weckte in ihr das Interesse für politische Themen und das Schreiben, erlaubte ihr jedoch nicht, eine Lehre zu machen.
« Was sie machte, kam gut an.»
Wolfgang Wahl, Historiker

