Das Eigenbau-Flugzeug hatte einen Konstruktionsfehler
Am Sonntag, 25. August, letzten Jahres war ein Pilot zusammen mit einer Passagierin auf einem Rundflug beim Hörnli, als plötzlich der Motor ausfiel. Er versuchte mehrmals, die Maschine wieder zu starten, aber erfolglos. Schliesslich musste er das Flugzeug auf einer Wiese notlanden. Er und seine ein Jahr jüngere Begleiterin konnten aber unverletzt aussteigen. Die Feuerwehr Bauma war für Bergungsarbeiten vor Ort.
Pumpen fielen aus
Nun hat die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) ihren Bericht zum Vorfall veröffentlicht. Die Sust kam in ihrer Untersuchung zum Schluss, dass ein Konstruktionsfehler der Grund für den Triebwerksausfall war. Die Verkabelung der beiden Treibstoffpumpen sei derart ausgeführt worden, dass der Bruch eines einzelnen Kabels dazu führte, dass gleich beide Pumpen ausfielen. Das Kabel sei gebrochen, weil eine Dämpfung für das Kabel gefehlt habe. Der Triebwerksausfall sei wegen des Kabelbruchs unabwendbar gewesen.
Bei diesem Flugzeug handelt es sich um eine Breezy RLU-1, von denen in der Schweiz nur dieses eine Exemplar im Luftfahrzeugregister eingetragen ist. Bei diesen Flugzeugen sitzen die Passagiere im Freien und haben eine maximal freie Sicht. Auch wenn die Konstruktion mangelhaft war: Die Ausführung der Notlandung beurteilt die Sust immerhin als «geglückt». (Sda)

