Der Circus Knie kann am 4. September eine verkürzte Tournee starten. Was bedeutet das für Sie?
Fredy Knie jun: Die Corona-Krise ist für die ganze Welt schlimm. Speziell auch für die Unterhaltungsbranche, weil sie erst relativ spät von Lockerungsmassnahmen profitieren konnte. Ich bin natürlich sehr froh, dass wir am 4. September mit unserer Tournee starten können. Ich hoffe jetzt, dass diese vier Monate uns ein bisschen helfen werden, über die Runden zu kommen. Mit dem Tourneestart wollen wir auch ein Zeichen setzen, dass das Leben weitergeht.
Was hat dieser Stillstand mit Ihnen gemacht?
Zuerst wollte ich die ganze Sache nicht wahrhaben. Dann folgte ein langes Warten. Ich versuchte, positiv zu denken und den Kopf nicht hängen zu lassen. Das ist einfach gesagt, aber man muss dies dann auch noch umsetzen.
Fredy Knie jun. - der Zirkusdirektor
Vergangene Woche weilte Fredy Knie jun. noch in Rapperswil, wo sich das Winterlager des Zirkus befindet. Dort stand er per Telefon Red und Antwort. Der Aufbau des Zirkuszelts in Bern besorgt jetzt die jüngere Generation. Doch nach wie vor hat er im Familienunternehmen das Sagen. Er ist Präsident des Verwaltungsrats und operativ verantwortlich für das Circusgeschäft. Für die Zusammenstellung des Programms ist jedoch mittlerweile seine Tochter Géraldine zuständig. Sie ist die künstlerische Direktorin des Circus. Einen klaren Schnitt hat Fredy Knie jun. in der Manege gemacht. Im November des vergangenen Jahres gab der 73-Jährige seine Abschiedsvorstellung als Pferdedompteur. (sny)

