Was hierzulande Ketchup und Mayonnaise sind, dürfte in Indien das Chutney sein. Während man in der Schweiz bei diesem Begriff oft als erstes an Mango-Chutney denkt, hat die indische Küche ein viel breiteres Spektrum an Varianten zu bieten. Dies nicht nur im Aroma, sondern auch in der Konsistenz und Zubereitung. Zwar werden Chutneys auch im Morgenland oft heiss eingemacht, aber auch kalt pürierte Varianten werden so bezeichnet.
So etwa das frisch-scharfe Minz-Koriander-Chutney mit Joghurt. Wem sich nur schon bei der Erwähnung von Koriander der Magen umdreht, kann beruhigt sein: Durch die Kombination der verschiedenen Zutaten wird der teils als «seifig» beschriebene Geschmack fast komplett verdeckt – der ideale Einstieg für die mutige Erweiterung des Gaumens.
Zutaten aus dem eigenen Garten
2 Bund Koriander, 1 Bund Pfefferminz, je nach Geschmack eine grüne Chili, 1 Teelöffel Salz, 1 kleine Zwiebel, der Saft einer Zitrone und einige Esslöffel Wasser werden im Highspeed-Mixer so lange zerkleinert, bis eine sämige Masse entsteht. Nach Belieben kann mit Naturejoghurt der intensive Geschmack etwas abgeschwächt werden, genau wie die Schärfe.
Die Konsistenz dieses grünen Chutneys ist eher flüssig, doch dies soll den Koch nicht verunsichern. Am interessantesten ist es sowieso, wenn man mehrere Saucen servieren kann. Dabei bieten sich auch hiesige Produkte bestens an. So etwa Brombeeren, die derzeit mancherorts mit ihrer dunklen Farbe locken.

