Die Vorfreude bei Fussball- und Eishockeyfans, Opernliebhabern, Theatergängern und Konzertgängern nimmt zu. Ab dem 1. Oktober dürfen sie wieder in grosser Zahl an Sport- und Kulturanlässe. Ab dann sind Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen wieder zugelassen, vorausgesetzt, ein geeignetes Schutzkonzept liegt vor.
Das hat der Bundesrat entschieden. Die Bewilligungen müssen die Kantone erteilen. Doch nicht alle begeistert die Vorstellung, dass sie nun wieder Grossveranstaltungen zulassen müssen.
In der aktuellen Situation hätten selbst grössere Kantone mit der grossen Öffnung so lange zugewartet, bis klar ist, wie sich die Corona-Epidemie entwickelt. Wegen der seit Tagen ansteigenden Infektionszahlen fühlen sie sich in ihrer Skepsis bestätigt. Nun kämpfen sie für möglichst klare Kriterien und genau definierte Grenzen, um Grossveranstaltungen abzusagen oder mit wenig oder gar ohne Publikum durchzuführen, sollte sich die epidemiologische Entwicklung weiter verschärfen.
Dissonanzen vermeiden
Während Fussballclubs und Kulturveranstalter an Sicherheitskonzepten arbeiten, um wieder vor grossem Publikum zu spielen, entsteht in Alain Bersets Innendepartement eine Verordnung, welche die Grossveranstaltungen regelt. Auch die Kantone reden mit. Nächste Woche wird Berset die Verordnung für eine Blitzvernehmlassung in die Kantone schicken. Den Verantwortlichen bleiben vier Tage Zeit, sich zur Verordnung zu äussern.

