Am Ortsrand von Zell, etwas versteckt am Dorfplatz, steht das Haus Nummer 14. Vom Kiesparkplatz führt eine Natursteintreppe direkt in den Garten. Dieser wartet mit einem gemütlichen Sitzplatz, einem Teich und einer Vielzahl von Pflanzenarten auf.
Alles blüht in den verschiedensten Farben. In dieser Pracht sitzt Regula Kyburz-Graber an ihrem Gartentisch. Sie lässt den Blick über ihr kleines Reich schweifen und geniesst den Schatten der ausladenden Büsche.
Kein stereotypisches Rollenbild
Lächelnd erzählt sie von ihren Enkelkindern, die jeweils einmal in der Woche dieses kleine Naturparadies durchstreifen, und von den Damhirschen, die oberhalb vom Haus weiden. Die Tierhaltung ist ein Hobby ihres Mannes, um Hege und Pflege kümmern sie sich gemeinsam.
Wer jetzt denkt, die 70-Jährige entspreche dem einstigen stereotypen Rollenbild der Hausfrau und Mutter, täuscht sich. In ihrer Brust schlagen zwei Herzen – das der Ehefrau und Mutter und das der Wissenschaftlerin und Professorin.

