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Politik

Coronatests für Ferien-Rückkehrer?

Wer in einem Risikogebiet war, soll sich fortan gleich zweimal testen lassen – und die Kosten tragen: Das fordern Schweizer Gesundheitspolitiker. Doch die Idee ist umstritten.

Mit dem Ende der Sommerferien kehren Abertausende von Men­ schen in ihre Heimat zurück. Vor diesem Hintergrund justiert Deutschland seinen Kampf gegen das Coronavirus. Neu müssen sich Urlauber aus Corona­-Risiko­ gebieten bei der Rückkehr testen lassen – es sei denn, sie können bereits ein frisches nega­ tives Ergebnis vorweisen.

Bislang mussten sich solche Reisende für 14 Tage zu Hause isolieren. Nun dauert die Quarantäne nur noch so lange, bis das (negative) Er­ gebnis vorliegt. In der Regel dau­ert das 24 bis 48 Stunden.

In der Schweiz dagegen gilt für Rückkehrer aus Risikogebie­ten eine 10­-tägige Quarantäne­ pflicht. Nun aber wächst der politische Druck, diese Regel an­ zupassen. «Auch die Schweiz soll Tests für Reisende aus Risiko­gebieten für obligatorisch erklä­ren», sagt Nationalrätin Verena Herzog (SVP). Ziel müsse es sein, weitere Ansteckungen zu verhin­dern, aber auch unnötige Arbeits­ausfälle von Menschen, die ge­sund seien, sich aber dennoch in Quarantäne begeben müssten.

«Es ist sinnvoll»

Damian Müller will das Thema in der ständerätlichen Gesundheits­ kommission aufgreifen. «Es ist  sinnvoll, Rückkehrer zu testen», sagt der FDP­-Ständerat. Sein Vorschlag: Spätestens vier Tage vor der Einreise müssen sich diese Leute vor Ort einem Test unterziehen, dann nochmals bei der Einreise in die Schweiz. Kön­ nen sie zweimal ein negatives Resultat vorweisen, bleibt ihnen die Selbstisolation erspart.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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